Astronomie verständlich erklärt. Ein Podcast der Keplersternwarte Graz

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Willkommen bei Mission Weltall, unserem Astronomiepodcast für junge Einsteiger in die Welt des Universums! Wir erzählen über den Weltraum - für alle Altersgruppen verständlich erklärt und sachlich fundiert.

Wir sind Alisah, David, Elisa, Mahadi und Isabella und besuchen den Mehrschulenkurs Astronomie an der Keplersternwarte des BRG Kepler Graz. Gemeinsam mit unserem Astronomielehrer, dem ESERO Weltraumbotschafter Norbert Siller, erzählen wir euch in jeder Folge Sachen vom Weltraum – gut verständlich, einfach erzählt, aber immer so wissenschaftlich genau und richtig wie möglich.

Was wir hier machen, hörst du in unserem Trailer.

 

Wenn du selbst eine Frage stellen willst, schreib uns auf This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder sende uns direkt eine Sprachnachricht, dann spielen wir deine Frage direkt in einer Podcastfolge ein! Du erreichst uns auch auf unserer Seite auf Instagram: https://www.instagram.com/missionweltall/.

 


Folge 1 (4.10.2026): Was ist der Weltraum?

 

Früher einmal glaubten die Menschen, der Weltraum wäre wie eine große Kuppel über der Erde – ein Himmelsgewölbe, an dem die Sterne festgemacht sind. Dahinter, so dachten sie, liegt ein riesiger blauer Himmelsozean, der die Welt der Menschen von der Welt der Himmelswesen trennt. Doch je genauer man den Himmel beobachtet hat, desto weiter entfernt wirkte diese Kuppel – bis man die Idee irgendwann schließlich ganz aufgegeben hat.

 

Heute wissen wir: Der Weltraum ist unvorstellbar groß. So groß, dass es eigentlich kein Mensch wirklich begreifen kann. Wir leben auf einem – vergleichsweise - kleinen Planeten in einem kleinen Sonnensystem mit nur einem Stern in der Mitte. Ja, auch die Sonne ist ein Stern!

 

Gemeinsam mit mehreren hundert Milliarden anderer Sterne befinden wir uns in einer Galaxie – das ist eine riesige Scheibe aus Sternen, Gas und Staub. Und weil wir in dieser Scheibe mitten drinnen sind, sehen wir sie am Himmel nur als milchiges Band, und nennen sie Milchstraße. Die besteht natürlich nicht aus Milch, sondern, wie schon gesagt, eben vor allem aus vielen, vielen Millionen Sternen.

 

Und im Universum gibt es wiederum hunderte Milliarden solcher Galaxien, große und kleine, junge und alte, einzelne und welche, die in großen Galaxienhaufen leben.

 

Unsere eigene Milchstraße, die wohnt in einer kleinen Galaxiengruppe, quasi einem kleinen Dorf mit 2 großen und vielen kleinen Galaxien. Die nächste „Galaxiengroßstadt“ ist der gewaltige Virgohaufen mit über 1000 großen Galaxien.

 

Und nicht genug, dass das Universum eh schon so groß ist: es dehnt sich sogar ständig aus und wird immer größer – und zwar überall gleichzeitig, nicht nur am „äußeren Rand“ (so etwas wie einen „Rand“ hat das Universum nämlich gar nicht). Allerdings passiert diese Ausdehnung nur ganz, ganz langsam, sodass man es nur über riesige Entfernungen bemerkt.

 

Manche sagen, der Weltraum beginnt etwa 100 Kilometer über der Erde – dort, wo Flugzeuge nicht mehr fliegen können. Aber eigentlich stimmt auch: Wir sind schon mittendrin. Denn die Erde selbst schwebt ja im Weltraum.

 

Und noch etwas ist wichtig: Der Weltraum ist vor allem eines – sehr, sehr leer.

 

Stell dir mal vor, die Erde wäre so groß wie ein Fußball. Dann wäre der Mond etwa so groß wie ein Tennisball und ungefähr 8 Meter entfernt. Die Sonne wäre in diesem Modell so hoch wie ein Kirchturm – und du müsstest fast eine Stunde zu Fuß gehen, um dort anzukommen. Bis zum Planeten Neptun würdest du sogar etwa eine Stunde mit dem Auto brauchen.

 

Unser nächster Stern heißt Proxima Centauri. Der wäre ebenfalls so groß wie ein Kirchturm – aber unglaublich weit weg: In unserem Modell müsstest du ein ganzes Jahr mit dem Auto fahren, um dort hinzukommen!

 

In echt benutzt man oft das Licht zum Vergleichen:  

Vom Mond zur Erde braucht es etwa 1,3 Sekunden,  

von der Sonne etwas mehr als 8 Minuten,  

von Neptun etwa 3 Stunden  

– und vom nächsten Stern über 4 Jahre.  

Diese Entfernung nennt man dann 4 Lichtjahre.

 

Zwischen den Sternen ist also unglaublich viel Platz. Stell dir vor, du legst in jede Großstadt Europas eine einzige Kirsche – und dazwischen ist einfach nichts. Nur leerer Raum.

 

Sterne bilden Galaxien – riesige Sternensysteme mit Millionen bis hin zu einer Billion Sternen. Bis zum Rand unserer Milchstraße müsste man etwa 25.000 Lichtjahre reisen. Unsere Nachbargalaxie, die Andromeda-Galaxie, ist sogar zweieinhalb Millionen Lichtjahre entfernt!

 

Und es geht noch weiter: Galaxien bilden Gruppen, Haufen und sogar sogenannte Superhaufen. Diese sind wie an unsichtbaren Fäden angeordnet – man nennt sie Filamente. Zusammen sehen sie aus wie ein riesiges Spinnennetz, das sogenannte „cosmic web“. Dazwischen gibt es gewaltige leere Bereiche, die „Voids“, die bis zu einer Milliarde Lichtjahre groß sein können.

 

Das Weltall ist also riesig, geheimnisvoll und voller spannender Dinge. Und genau davon möchte ich euch in den nächsten Folgen mehr erzählen.

 

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