Der Physiknobelpreis geht wieder an Astronomen!

 

 Schon in den vergangenen Jahren ging der Physiknobelpreis des öfteren an Astronomen, etwa für die Messung von Gravitationswellen. Auch der Physiknobelpreis 2020 wurde nun zur einen Hälfte dem Astrophysiker Roger Penrose für seine grundlegenden Leistungen bei der Beschreibung schwarzer Löcher und zur anderen an  den Deutschen Reinhard Genzel und die US-Amerikanerin Andrea Ghez für die Entdeckung des Schwarzen Loches im Zentrum unserer Milchstraße verliehen.

 

Der Münchner Astrophysiker Harald Lesch zur Verleihung

Artikel im Standard zum Physiknobelpreis 2020

 

 

 

 

 

Planetenparade!

 Der Herbst 2020 steht im Zeichen der Planeten: Mars hat Anfang Oktober seine Opposition, d.h. er ist besonders gut sichtbar - sogar die beste Sichtbarkeit für die nächsten zwei Jahrzehnte. Gleichzeitig stehen auch Jupiter und Saturn sowie Uranus und Neptun beobachtbar am Abendhimmel.

 

(Bild: Gert Holler, StAV, Mitte Sept. 2020, mit Apo 160/1280mm + 2fach Barlow)

 

 Mars ist derzeit abends als strahlend heller, intensiv roter Stern tief im Osten zu entdecken (Aufgang ca. um 19:00 Uhr MESZ). Schon in relativ kleinen Fernrohren kann man dunkle Strukturen auf der Marsoberfläche und hellweiss die Südpolkappe des Planeten erkennen, die zum Teil aus Wassereis und zum Teil aus CO2-Eis besteht. Mars hat eine dünne Atmosphäre, in der es aber trotzdem manchmal heftiges Wettergeschehen gibt - so sind vor allem über den Vulkanen des Mars und in den großen Einschlagsbecken manchmal weiße Wolkenfelder zu erkennen. Und wenn ein Staubsturm am Mars tobt, verschwinden überhaupt alle Details und man sieht nur eine gleichmäßig orange Scheibe.

Am wichtigsten für eine erfolgreiche Beobachtung der Marsdetails ist ein Filter, der die Helligkeit dämpft (Graufilter oder doppelter Polarisationsfilter), da sonst alle Details überstrahlt werden.

Planetenaufnahmen gelingen am besten mit Videokameras in der Art von Webcams. Es gibt mittlerweile für diesen Zweck optimierte Kameras, die sich wie ein Okular am Teleskop befestigen lassen und mit einem PC verbunden werden. Das untenstehende Bild wurde von einem Teilnehmer des Astrokurses erstellt (Aufnahme mit Toupcam G-1200-KPB bei schlechtem Seeing, 4min Aufnahmedauer mit Einzelbildbelichtungszeit von 0,4 Millisekunden mit einem freihändig nachgeführten 20cm Dobsonteleskop, 5% von 7.400 Bildern gestackt mit Autostakkert! und geschärft mit Registax 6).

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